Mein Hauptziel war die Evakuierung.
Ich wollte mich auf keinen Fall in Facebook-Gruppen einklinken und mich in der allgemeinen Tristesse der sozialen Netzwerke austauschen. Ich wollte eigene Formen finden, die zu mir passen. Auf meine Weise ausbrechen.
Ich beschloss, eine neue Website zu erstellen. Ich musste einen Domainnamen finden, der all das beinhaltet, was ich liebe: lesen, nachdenken, die Seele baumeln lassen, erfinden, zähmen, und eine visuelle Identität und die Welt dieses Tagebuchs schaffen.
Parallel dazu habe ich einen ganz anderen, haptischen Ansatz gewählt: Ich habe mit Stickereien begonnen, um die Stacheln, die ich vor allem an den Fußsohlen und in den Handflächen bekomme, wieder zu verteilen. Ein bisschen wie eine Visualisierung oder eine Voodoo-/Exorzisten-Sitzung.
Dann musste ich mir ein paar Tricks einfallen lassen: Ich setze mir zum Beispiel realistische Ziele, von denen ich überzeugt bin, dass ich sie erreichen kann. Das ist ein bisschen Schummeln, aber es hilft mir sehr! Oder ich koche traditionelle Gerichte mit vielen Inhaltsstoffe, die ich gerade nicht essen darf, und verwandle sie in ganz wenige erlaubte Zutaten.
Es sind viele kleine Herausforderungen, die meinen Alltag verschönern.