Wie in meiner Mastzellstrategie beschrieben, habe ich mit Sticken begonnen.
Ich möchte bestehende Fotos, aber auch neue Motive, besticken und veredeln, somit denen eine Konsistenz geben: deren neuen Existenz.
Aber es ist auch für mich jeden Stich von Jucki zurückzugeben und was positives daraus zu machen, aber vielleicht auch eine Brücke zwischen dem altem Leben, dem der Erinnerungen, und dem Neuen zu bauen.
Die Idee, mit der Stickerei zu beginnen, kam mir nach meiner Italienreise, als ich zurückblickte.
Als ich mein Symptomtagebuch noch einmal las, fiel mir auf, dass ich in Matera die meisten Beschwerden hatte.
Ich mochte diese Stadt überhaupt nicht. Ich glaube, ich habe mich dort überhaupt nicht wohl gefühlt.
Matera verkörpert für mich die Ansammlung aller negativen Aspekte einer Touristenstadt: Ohne Zweifel eine touristische Hochburg.
Sie hat kein italienisches Flair und sieht aus, als könnte sie überall auf der Welt liegen, mitten in der Wüste, in einer Blase. Sie hat keine Seele mehr und wirkt eher wie eine leere Hülle.

Und doch bietet die Landschaft um Matera eine atemberaubende Kulisse für Entdeckungen, Ideen und künstlerische Bereicherungen. Die Stadt liegt in einer felsigen Umgebung, die von tiefen Schluchten und Höhlen geprägt ist. Kalksteinhäuser sind in die Hügellandschaft gebaut, und die Sassi di Matera sind eine Ansammlung von Höhlenwohnungen und historischen Gebäuden, die in den Fels gehauen sind und wie ein Gemälde wirken.
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